24 h TT Portugal - Freitag
30.11.2012
Fronteira 24H TT
Freitag, freies und Zeittraining
Am Ende des Jahres gibt es in Portugal eine unwahrscheinlich schoene Offroad Veranstaltung, die ich vor zwei Jahren das erste Mal fahren konnte. Seitdem ist mir bewusst, dass wir manchmal noch ein bisschen mehr ueber die Grenzen schauen muessen um richtig gutes Racing zu sehen. Portugal, Spanien und auch Frankreich sind innerhalb Europas aeusserst Offroad-affine Laender. In Frankreich gibt es ein nationales Championat bei dem in der Hauptsache mit kleinen finanzierbaren Buggies gekaempft wir und in Spanien und Portugal werden allein fuer die Weltmeisteschaft drei Laeufe ausgerichtet. Die portugiesische Meisterschaft hat alleine noch acht Laeufe dazu und wenn die Saison dann eigentlich vorbei ist, gibt es als Zugabe noch Rennen wie das 24 H Rennen in Fronteira.
Zig Tausende Zuschauer richten sich an der Strecke ein, wie bei uns nur beim 24h Rennen am Nuerburgring oder beim Truck Grand Prix, ebenfalls am Ring. Sofas, Lagerfeuer, Camping und Kirmes gehoeren zu diesem Event dazu. Seit 15 Jahren gibt es dieses Offroad Rennen rund um die Uhr und die Beliebtheit ist ungebrochen.
Leider ist es aber auch in Portugal Anfang Dezember einfach mal kalt und so frieren alle Protagonisten genauso wie bei einem Rennen in der Eifel. Also noch mehr Feuer, nicht nur zum Braten irgendwelcher Tiere sondern auch zum Aufwaermen zwischendurch. Wobei der gemeine Portugiese selbst bei diesem Wetter (leichter Nieselregen machts nicht gerade besser) trotz alledem gerne im Schlamm spielt, was sich in unserem Fall dadurch aeussert, dass unsere Boxennachbarn nach jedem Outing ihr Auto kaerchern und sich und uns damit unter Wasser setzen.
Meine Fahrercrew ist fast die gleiche wie in 2010. Chris Vogler, mein Ex-Teamkollege von diversen Rundstreckenrennen und Bruno Oliveira, der keinen Lauf in seiner Heimat Portugal auslaesst sind wieder an Bord. Darueberhinaus werden wir von einem erfahrenen Rookie unterstuetzt. Wie das geht? Patrick Hirsch ist auf der Rundstrecke ein echter Tourenwagen und GT Crack, ist aber noch nie ein 24h oder gar Offroad Rennen gefahren. Doppeltes Debut also.
Wir starten in der seriennahen Klasse und sind damit auf dem Papier rein leistungsmaessig in der langsamsten Klasse unterwegs. Nach dem freien Training zeigt sich aber, dass wir durchaus Chancen haben koennten relativ weit nach vorne zu fahren. Das Zeittraining faehrt dann Chris fuer uns, der auch morgen den Start uebernehmen wird. Er hat sich in den letzten drei Wochen quasi ausschliesslich damit beschaeftigt sich inboard Aufnahmen von 2010 anzuschauen und kennt die Strecke blind. Die Belohnung ist ein 34. Startplatz. Wobei ich aus meinen drei Runden freiem Training auch sagen muss, dass man sich enorm schnell wieder erinnert. Das sollte ich auch, denn wie es aussieht, werde ich zusammen mit Patrick die Nachtturns fahren und da ist erst recht Streckenkenntnis gefragt. Zu diesem Zweck dreht Patrick im heutigen Nachttraining auch nochmal eine Runde, denn wie gesagt, es wird das erste Mal sein, dass er nachts mit einem Rennauto unterwegs ist.
Morgen gibt es dann keine Moeglichkeit mehr ins Lenkrad zu greifen, eh es um 13:00 richtig losgeht.
Genug Zeit also fuer die Crew von Dimo Racing, einem deutsch-portugiesischen Team rund um den Teamchef Dinis Mota unseren Nissan perfekt fuer die 24h Hatz vorzubereiten.
Ich halte euch auf meiner Facebook Seite mit Zwischeninfos auf dem laufenden und am Abend gibt es dann mehr Informationen wie gehabt.
Viele Gruesse, Ellen