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DAKAR 2013: 16. Januar |  16.01.2013
Dakar 2013 16. Januar
Die Motorradfahrer sind zur Zeit die Einzigen,
die eine echte Dakar fahren. 220 Kilometer Sand, Dünen, Steine.
Alle anderen haben wieder nur eine Mini Etappe
mit 80 Kilometern zu bewältigen. Nach
dem ersten Checkpoint ist Schluss. Ein Fluss ist zum reissenden „Monster“
angeschwollen und ist für Autos und Trucks unpassierbar. Das mit den Autos
glaube ich, denn die flachen Unterböden lassen die Prototypen schnell mal
wegschwimmen, wenn die Tiefe zu gross ist, aber die Trucks? Die fahren
normalerweise überall hin!
Langsam macht sich Unmut breit im Bivak und
die Frage stellt sich: Sollte die Dakar die Strecken prototypengerecht
gestalten oder sollten die Prototypen dakargerecht gebaut werden?
Warum wird eine stage abgebrochen, die bereits
von sieben Autos bewältigt wurde? Stephan Schott, gestern in einen Unfall
verwickelt und spät im Bivak hat mir schon vor Tagen gesagt, wie er die Sache
angeht: wenn es eine solche Stelle gibt, die unpassierbar scheint, sucht er
sich erstmal einen Aussichtspunkt. Schaut sich die Situation von oben an,
speziell ob es eine bessere Stelle für die Überfahrt geben könnte und
gegebenenfalls wirft er auch einen Blick auf die Konkurrenz. Die brettert offensichtlich nach dem Prinzip
`Sekt oder Selters` durch die Fluten und das geht dann halt nicht immer gut. So
schafft `Schotti` es auch heute als einer der wenigen durch den entsprechenden
Rio. Anderer bleiben hängen und sorgen für den Abbruch.
Es gab auf dieser Dakar noch nicht einen Tag,
an dem man nachts noch Autos ins Bivak kommen sah. Die Zeiten in denen Leute in
den Dünen übernachten mussten oder sich mühevollst durchkämpften sind anscheinend
vorbei. Heute passiert das nur noch, wenn man ein massives Problem hat oder ein
sehr langsames Gefährt. Die Dakar ist eine reine Sprintveranstaltung geworden,
sehr schwer durch die zeitliche Länge und den hohen speed in den einzelnen
Prüfungen, aber mit völlig verändertem Charakter. Im nächsten Jahr werden wir
sehen, ob das der Weg der Zukunft ist, oder ob es nochmal ein Umdenken gibt zu
den alten Dakar-Skills, wie Durchaltevermögen und Improvisationstalent.
Insofern gibt es auch ergebnistechnisch nicht
viel zu berichten. Die Autos werden wohl Stand CP1 gewertet und die
Trucks…keine Ahnung. Bis jetzt gibt es keine Entscheidungen. Auf jeden Fall
wird wohl Robby Gordon seinen ersten Stagewin eingefahren haben. Ansonsten
reden wir von wenigen Minuten und bei den Trucks teilweise Sekunden, die die
man auf der heutigen Stage an Unterschieden herausfahren konnte. Wir hoffen auf
Morgen. Immerhin sollten die Rios keine Gefahr für die morgige Etappe
darstellen und wir echte Kämpfe in den Dünen verfolgen können.
Wir haben heute mehr Zeit als sonst, denn als
wir an der Stage warten, wird relativ schnell klar, dass wir uns den falschen
Punkt ausgesucht haben. Durch den Abbruch kommt keiner. Also nutzen wir die Zeit um zum Beispiel Geld
zu wechseln. Das wird nötig, da wir an einer der wenigen Tankstellen, die noch
nicht `ausverkauft` sind, einem Teilnehmer mit unseren Pesos aushelfen müssen.
(Ich erwähnte ja bereits einmal, Euro sind hier quasi dasselbe wie für uns
römische Silbermünzen, uneintauschbar..)
Auf der Suche nach einer Bank, die uns
trotzdem unsere Euro wechselt (ein Geldautomat scheint hier ein utopische
Gerät) treffen wir auf eine abgelegene Banco Argentina. Dort sieht man sich
ebenfalls nicht imstande den Euro zu Pesos zu machen, da man den Wechselkurs nicht
kennt. Als ich ihn nenne, wird er aber anstandslos als korrekt anerkannt und
wir bekommen neue Pesos ins Portemonnaie. Alles natürlich ohne Quittung oder
sowas. Wir sind beeindruckt. Banker mit Vertrauen in ihre Kundschaft.
Wir vertrauen weiterhin in den Veranstalter
und hoffen, dass er sich morgen was richtig fieses ausgedacht hat. Scherz, es
soll einfach eine schöne Dakar-Etappe werden, das wäre
nett.
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Presseberichte: Ellen Lohr joins Global Top Speakers team |  13.08.2012
Ellen Lohr joins Global Top Speakers team
August 2, 2012 - 4:43pm
Rally and truckrace driver Ellen Lohr is not only the only female DTM race winner, she is also an inspiring
speaker. Her lectures can now be booked in Englisch, too. She has just
signed at Global Top Speakers, the international part of the German 5
Sterne Redner Team.
Ellen Lohrs vast knowledge of motorsport is a result of 25 years of
racing. She worked for Mercedes Benz as a driver and team manager, met
the great men of motor racing such as Formula 1 world champion Michael
Schumacher and Heinz-Harald and Frentzen and has worked as a
commentator of the DTM (“Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft”) for the
German Television ARD. One of her greatest adventures was the first
participation in the Rally Dakar. After eight appearances in the world\'s
toughest rally, she accompanied the rally on a press car this year and
supplied fans all over the world with in-depth commentary and background
material in a (video) blog.
Her engaging lectures are not only about motorsport. The need for
accurate communication, the constant overcoming of one\'s own limits,
motivation and the will to win are central topics, too.
http://www.global-top-speakers.com/news/316-ellen-lohr-joins-global-top-speakers-team  Bericht komplett lesen |
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Truck-Racing: Truck Race EM Le Mans Sonntag |  14.10.2012
Der Tag beginnt düster. Wir starten unser Warm Up im Dunklen. 8:30 liegt der Kurs in Le Mans noch unter einer dicken Wolkenschicht begraben. Das ist nicht wirklich spassig, wenn man im Rennauto seinen Atem sieht und die Bremsscheibentemperatur bei 9 Grad liegt. Nach dem Zeittraining wird es noch nebulöser, allerdings nicht auf dem Kurs sondern in unseren Köpfen. Nachdem bisher alle freien Trainings in nassen Bedingungen sehr gut gelaufen sind, fehlen uns plötzlich drei Sekunden! Ich habe teilweise von Ausgang der einen bis Eingang der nächsten Kurve durchdrehende Räder. Glücklicherweise lässt der Zeitplan hier ausnahmsweise einmal ein wenig Zeit vor den Rennen und damit gibt es die Möglichkeit, dem Problem auf die Spur zu kommen.
Grundsätzlich würde ich mich über Regen freuen, denn dann gibt es eine echte Chance zum Abschluss nochmal in die Punkte zu fahren, aber es sieht hier eher nach wechselhaften Bedingungen aus. Wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat, sind eigentlich alle im Feld bei den letzten beiden Rennen des Jahres immer ein wenig, sagen wir mal, `dezent übermotiviert` . Man weiss, falls es rumpelt, ist den ganzen Winter Zeit für Renovierungsarbeiten...
Tatsächlich schüttet es dann beim Start zum ersten Rennen aus Kübeln. Absolut unglaubliche Bedingungen. Die erste Runde wird unter Dauergelb gefahren, trotzdem fliege ich fast ab. Aquaplaning ohne Ende. Das kommt daher, da wir im Truck Racing aus Kostengründen keine Regenreifen haben, sondern nur unsere Fast-Slicks. Die kriegen grössere Wassermassen aber nicht weggeschafft, so dass es bei viel Wasser unglaublich schwierig ist, überhaupt auf der Strecke zu bleiben. Trotzdem ibt es keine grösseren Zischenfälle, nur Jochen Hahn, der ja gestern bereits den EM Titel gholt hat, will sich diese qual nicht antun und fährt schon vor Rennstart an die Box. Ich habe zwei, drei schöne Überholmanöver und bringe Mr.T“ als 14. ins Ziel
Gute Voraussetzungen also für Rennen zwei. Am Start dann doch noch mit Trockensetup. Zwar war die Strecke noch leicht feucht, aber am Himmel zeigten sich zum ersten Mal an diesem Tag tatsächlich blaue Flächen. Der Start war dann wirklich stark, Platz acht in der ersten Kurve. Zwei Renault hatten sich gegenseitig unsanft in Dreher geschoben und ich hatte mit der kurzen Schikanenversion kein Problem vorbei zu kommen. Die Freude währte aber nur sehr kurz, denn die Havaristen standen so ungünstig, dass nach einer halben Runde das Rennen abgebrochen wurde. Beim Restart lief es dann zwar auch ordentlich, aber viel geholfen hat das nicht. Ab Runde zwei gab es Öldruckprobleme und nur weil es das letzte Rennen der Saison war bin ich überhaupt zu Ende gefahren. Er hat dann zwar nicht den Geist aufgegeben, aber die Zuschauer durften sich an meinem rotglühenden Krümmer erfreuen. 15. Platz dafür, dass ich nicht an die Box gefahren bin.
Nicht am Start zum zweiten Rennen war leider Markus Östereich, der damit in der Meisterschaft den dritten Gesamtrang an seinen Teamkollegen Lacko abgeben musste.
Heute Abend muss es mit der Pressearbeit und auch allem Anderen schnell gehen, da es direkt im Anschluss an die Veranstaltung die offizielle FIA Siegerehrung gibt. Wenn man bedenkt, wie oft in dieser Saison noch lange nach dem Fallen der Zielflagge über Zeitstrafen u-ä. Diskutiert wurde, ein ambitionierter Zeitplan. Wir trinken heute bestimmt ein Gläschen auf unsere schlne Saison und natürlich auf die Geburt des neuen Rennactros für die Saison 2013. Forsetzung folgt!  Bericht komplett lesen |
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